Gottes Existenz lässt sich, wie in den vedischen Schriften sehr schön beschrieben ist, durch das Vorhandensein von drei Parametern sehr schön erklären:

  1. Zeit
  2. das Prinzip des Lebens
  3. der Seele

Die Konzepte von Zeit und Prana in Verbindung mit der Seele (Atman) liefern tiefe Einblicke in die göttliche Struktur des Universums und bekräftigen die Präsenz einer göttlichen Existenz als Urquelle aller Schöpfung. Diese Elemente sind integral und vorbedingend für die Manifestation der materiellen Welt, was auf eine höhere, übergeordnete Ordnung und Absicht hinweist.

Zeit als göttliche Schöpfung: Die Schaffung der Zeit muss als eine der ersten Handlungen im Rahmen der göttlichen Schöpfung betrachtet werden. Ohne Zeit könnten Ursache und Wirkung nicht in einer geordneten Sequenz existieren, was für das Funktionieren des Universums nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten unerlässlich ist. Die Zeit ist somit nicht nur eine Dimension, in der Ereignisse stattfinden, sondern eine grundlegende Voraussetzung, die die göttliche Ordnung im Universum erst ermöglicht. Die Konzeption der Zeit als ein vor der materiellen Schöpfung existierendes Element unterstreicht ihre göttliche Herkunft und deutet darauf hin, dass die materielle Welt in einem von Gott vorherbestimmten Rahmen operiert.

Leben und Prana: Das Leben, wie es auf der Erde und im gesamten Universum existiert, setzt das Vorhandensein von Prana voraus, der Lebenskraft, die durch alle Lebewesen fließt. Diese vitale Energie ist direkt mit der Seele oder Atman verbunden, die in jedem Lebewesen präsent ist. Prana ermöglicht Stoffwechselprozesse und andere Lebensfunktionen, die für das physische und spirituelle Wohlbefinden essentiell sind. Ohne Prana wäre Leben, wie wir es kennen, nicht möglich. Dass Leben und Stoffwechsel durch Prana ermöglicht werden, bestärkt die Ansicht, dass sowohl Prana als auch die Seele nicht Produkte der materiellen Welt sind, sondern Elemente, die bereits vor der materiellen Schöpfung existieren mussten.

Die Notwendigkeit einer göttlichen Existenz: Die Tatsache, dass sowohl Zeit als auch Prana essentielle Bestandteile für die Erschaffung und Aufrechterhaltung des Lebens sind und beide eine übergeordnete, ordnende Rolle spielen, lässt den Schluss zu, dass sie Manifestationen einer göttlichen Kraft sind. Diese Kraft, die vor und über der materiellen Welt existiert, hat das Universum und alle seine Gesetze nach einem göttlichen Plan erschaffen. Die Präsenz von Atman in jedem Lebewesen und die Durchdringung von Prana im gesamten Kosmos sind weitere Belege für die umfassende und allgegenwärtige Natur dieser göttlichen Kraft.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Erkenntnisse über Zeit, Prana und Atman nicht nur die Komplexität und Ordnung des Universums erklären, sondern auch eine starke, rationale Grundlage für den Glauben an eine göttliche Existenz bieten. Diese göttliche Präsenz ist notwendig, um die Ordnung, das Leben und die Fortdauer des Kosmos zu gewährleisten.